GRUNDIDEE

Wie Funktioniert offene Demokratie?

1. Breites Crowdsourcing: Jeder engagierte Bürger kann jederzeit über die offene Beteiligungsplattform von GILT Probleme und Lösungsideen einbringen und die Ursachen der Probleme oder Einwände gegen Lösungsideen debattieren. Über die Umsetzung entscheidet nicht irgendein mächtiger Politiker, sondern eine repräsentative Anzahl betroffener Bürger. Wir brauchen nicht mehr in Massen auf Strassen zu demonstrieren, damit politische Eliten ein Anliegen der Bevölkerung eventuell ernst nehmen.

2. Viele parallele Bürgerparlamente: GILT setzt auf Arbeitsteilung, um den Reformstau des Parteiensystems zu beheben. Pro Themenblock wird ein Bürgerparlament von 183 Köpfen gebildet, unabhängig davon, ob jemand noch eine Partei oder schon GILT gewählt hat. Je mehr Bürger aktiv werden, desto mehr solcher Bürgerparlamente sind möglich.

3. Echte Repräsentativität: Die Sitze in jedem Bürgerparlament werden ähnlich wie Geschworene ausgelost, und zwar so dass dieses die Bevölkerung repräsentativ abbildet: Frauen wie Männer; Junge wie Alte; niedrige, mittlere und hohe Einkommen; Stadt und Land; Arbeiter, Angestellte, Beamte und Selbständige. Die heutigen Parteipolitiker sind in Wahrheit nicht repräsentativ für uns, denn sobald sie gewählt sind, werden sie Teil einer privilegierten politischen Elite.

4. Die Weisheit der Vielen: Jeder, der in einem Bürgerparlament mitbestimmen will, kann sich für die Ziehung melden. Zudem kann sich jeder in der Vorphase einbringen, etwa an strukturierten Debatten und Umfragen teilnehmen. Je besser man sich in einem bestimmten Thema auskennt, desto höher die Chance in ein fachlich zuständiges Bürgerparlament zu kommen.

5. Zügige Entscheidungen: Die Bürgerparlamente arbeiten nach dem in Australien bereits vielfach bewährten Verfahren “Citizen Jury” der New Democracy Foundation. Vor jedem Beschluss gibt es eine Informations- und Debatten-Phase. Das Bürgerparlament tagt teils physisch, dazwischen debattiert es mittels online Werkzeugen. Die Teilnehmer erhalten eine angemessene Entschädigung.

6. Breite Beteiligung: Für die wichtigsten Beschlüsse fordert GILT Volksabstimmungen nach Schweizer Muster, pro Halbjahr ein Urnengang zu den drei grundsätzlichsten Themen. Diese werden durch Bürgerparlamente gründlich vorbereitet, ein Abstimmungsbüchlein fasst die Pro- und Kontra-Argumente für die Bevölkerung zusammen.


Debatte: Was sind die Vor- und Nachteile der offenen Demokratie?